1942

Die beiden Brüder Hugo und Alwin Gahler produzierten nebenberuflich und mit bescheidenem Startkapital, aber unermüdlichem Einsatz, auf Weihnachten 1942 die ersten Geleise in Spur 0, die vollständig von Franz Carl Weber in Zürich zum Verkauf übernommen wurden. Bald schon wussten sie sich vor lauter Aufträgen kaum mehr zu retten und gaben ihre Arbeitsstellen auf, um sich voll auf den Bau der Modelle zu konzentrieren. Eine entsprechende Werkstätte wurde im Keller einer Schreinerei in St. Gallen eingerichtet.

1944

Am 01. April 1944 wurde schliesslich die Firma H. & A. Gahler (daher HAG) gegründet. Den Anfang machten robuste Fantasiemodelle zum Spielen, doch mehr und mehr verschob sich der Schwerpunkt in Richtung Originaltreue und Funktionstüchtigkeit

1945

Die Zahl der Käuferschaft wuchs und man begann auch auf Lager zu produzieren. Die erste Spur 0 Lokomotive aus Zinkdruckguss wurde entwickelt.

1948

Das erste massstabgetreue Modell der Re 4/4 I Pendellok wurde gefertigt. Massstab 1:43 (Spur 0)

1954

Die Nachfrage nach grossen Spur 0 Produkten schrumpfte zusehends und zwang die Gebrüder Gahler zur Umstellung auf H0. Diese Umstellung bedeutete praktisch einen zweiten Neuanfang und setzte der noch jungen Firma schwer zu. So begann ab 1954 ein schrittweiser Aufbau eines H0-Sortiments. Parallel dazu wurde die Spur 0 Produktion gedrosselt und 1957 schliesslich eingestellt. Das erste angekündigte Lokmodell war der legendäre Rote Pfeil.

1955

Es folgten die ersten 2-Achs Guss-Güterwagen (gedeckte Güterwagen, Hoch- und Niederbordwagen, Rungenwagen), zuerst braun und später auch noch in anderen Farben (grau, grün und weiss)

1956

Ab 1956 wurde die Gotthardlokomotive Ae 6/6 – DIE Schweizer Elektrolok schlechthin – produziert. Anfänglich noch an den Drehgestellen befestigt, wurden die Puffer erst bei einer Neuauflage am Lokkasten festgemacht.

1958

Aus dem Konkurs der Firma BUCO (Bucherer & Co, Diepoldsau) wurde das H0-Modell der Ae 4/7 übernommen, konstruktiv verbessert und nun als HAG Modell produziert. Als eigene Konstruktion wurde der Schienentraktor Te 131 – als Gleichstrommodell – sowie die ersten 4-Achs Personenwagen aufgelegt.

1965

Mit der Eigenentwicklung der Re 4/4 II begannen die produzierten Stückzahlen deutlich zuzunehmen

1969

Eines der am meisten produzierten Modelle folgte 1969, die BLS Re 4/4 und kurz danach die BLS Ae 4/4. Ebenso begann die Entwicklung der Re 6/6, zuerst als 2-teilige Prototyp-Lok. Die einteilige Lok folgte 1987.

1971

In diesem Jahr trat Werner Gahler in die Firma ein. Es gelang ihm, die Modellpalette weiter zu vergrössern und die Produktion in den Jahren 1974 bis 1980 zu verdreifachen.

1979

Im Juni wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die prekären Platzverhältnisse und der Bau der St.Galler Stadtautobahn zwangen die Firma HAG erneut zu einem Umzug.

1982

Mit den BLS-Autozugwagen begann die Produktion der 4-Achs Güterwagen.

1986

Die erste massstäbliche Lok in H0 wird gebaut. Es ist die Re 4/4 II. 1988 wird der legendäre, noch heute aktuelle Motor Typ 88 mit Kugellager und Trommelkollektor entwickelt.

1994

Die HAG Modelleisenbahnen AG wird 50 Jahre alt – ein Anlass zu ausgiebigen Festivitäten rund um den Bahnhof Mörschwil. Verschiedene Jubiläumslokomotiven werden produziert; die bekannteste ist wohl die aufwendig bedruckte Re 456 «Schneewittchen» der Bodensee-Toggenburg-Bahn.

1997

In diesem Jahr begann HAG mit der Produktion der wohl am meisten produzierten Modellfamilie, nämlich der Re 460 (und 465). Dank der Vielfalt der möglichen Bedruckungsthemen (mit realen Vorbildern, sowie auch Werbe- und Fantasieloks) war das fortan schlicht DER Renner unter den HAG-Produkten und sicherte lange Jahre überwiegend die Existenz der Firma.

2003

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandimporteur ESU wurde die 21pol. Decoder-Steckschnittstelle entwickelt. Wechselstrommodelle werden ab jetzt serienmässig mit Digitaldecoder ausgeliefert

2012

Im November erfolgte der Übergang der nun auf HAG Modellbahnen GmbH lautenden neuen Firma in den Besitz von Heinz Urech. Der Produktionsstandort in Mörschwil wurde mit dem Umzug nach Stans aufgegeben.

2014

Ab 2014 werden nacheinander für die Modellreihen Re 460/465, Re 6/6, Re 4/4 II, Re 456, Ae 6/6 neue Beleuchtungen entwickelt. Damit wurde es möglich die real existierenden Einstellungen bei den Modellen nachzubilden.

2017

HAG entwickelt eigene stromführende Magnetkupplungen für Modellbahn-Fahrzeuge, Umzug ins Gebäude der ebenfalls Heinz Urech gehörenden Firma Polytrona AG in Stansstad.

2018

HAG ist nun in der Lage, die Gehäuse mittels UV-Digitaldruck zu bedrucken. Der Tampondruck hat zwar nicht ausgedient, aber der Druckprozess konnte wesentlich vereinfacht werden.

2020

Neuentwicklung des HAG PolyNet, das frei programmierbare Schaltmodul für Modellbahnen